Philip Josef Hassler

Philip wird vorgeworfen, der nationale Rapper “Mr. Bond” zu sein. Er muss sich ab dem 29. März 2022 wegen nationalsozialistischer Aktivitäten vor einem Wiener Schwurgericht verantworten. Die Verhandlung ist auf zwei Tage angesetzt, die Urteile – dem Bruder des 37-Jährigen werden auch Nebenaspekte vorgeworfen – sollen am 31.März fallen. Die Anklage wirft dem Rapper unter anderem vor, mit seiner Musik und seinen Videos den Nationalsozialismus, Adolf Hitler und die Massenvernichtung im Dritten Reich verherrlicht zu haben.

“Mr. Bond” sitzt seit Januar 2021 in Wien in Untersuchungshaft. Der 37-Jährige hat sich zu den Vorwürfen gegen ihn bisherb nicht geäußert. Aufgespürt wurde er anhand eines PayPal-Kontos, mit dem Zahlungsströme – laut Anklage Einnahmen aus dem Verkauf seiner Musik – aus Sicht der Strafverfolgungsbehörden nachweisbar seiner Person zugeordnet werden konnten.

Philip wurde am 31. März 2022, nach nur zwei Verhandlungstagen, zu unglaublichen zehn Jahren Kerkerhaft verurteilt. Er wurde nach dem §3g, dem sogenannten Verbotsgesetz (Herstellung und Verbreitung von NS-Gedankengut) verurteilt sowie der Verhetzung für schuldig befunden. Der Künstler, der seinen überwiegend jugendlichen Fans als „Mr. Bond“ bekannt ist, ist vor allem für seine als politische Parodie vorgetragene Systemkritik beliebt. Ein wiederkehrendes Element in seinen Liedern ist die Kritik an einem gewissen Völkchen aus Vorderasien.

10 Jahre Haft: Philip Josef Hassler
* 28. Dezember 1984 in Lienz, Ost Tirol, Österreich
JA Josefstadt
Wickenburggasse 18-22
A-1082 Wien